Juli 2003
Gran Tarajal, Fuerteventura, Spanien
Ungefähr 30 Migranten verlassen das Polizei-Schnellboot und betreten nach einer gefährlichen Reise erstmals wieder festen Boden. Die Migranten wurden zuvor auf offenem Meer von der Guardia Civil abgefangen, auf das Polizei-Schnellboot geladen und in den Hafen gefahren. Rund neunzig Prozent der „Pateras“, wie die kleinen Holzboote in Spanien genannt werden, können vom Radar der Guardia Civil erkannt werden.
November 1999
Moreggi/Pedrinate bei Chiasso, Schweiz
„S 75 B“ ist der südlichste Punkt der Schweiz.
Juli 2003
Gran Tarajal, Fuerteventura, Spanien
Soeben angekommene Migranten sind von der Guardia Civil aufgefordert worden, sich in einer Reihe an die Hafenmauer zu setzen und dort auf das Eintreffen der Transportwagen zu warten. Die meisten sind von der rund zwanzig stündigen Bootsfahrt, dreissig Personen in einem kleinen Holzboot zusammengepfercht, total erschöpft. Die Migranten wurden zuvor auf offenem Meer von der Guardia Civil abgefangen, auf das Polizei-Schnellboot geladen und in den Hafen gefahren. Anschliessend werden sie zwecks Ersterfassung zum Ortsposten der Guardia Civil gebracht, von dort ins Aufnahmezentrum „El Matorral“ beim Flughafen.
Oktober 1999
Zürich-Flughafen, Schweiz
Kriegsvertriebene Kosovo-Albanerinnen und -Albaner vor dem Abflug in ihre Heimat. Sie kehren freiwillig zurück, obwohl ihre Schweizer Aufenthaltsfrist noch weitere sieben Monate dauern würde und sie in Kosovo ein harter Winter erwartet.
Juli 2003
Puerto del Rosario, Fuerteventura, Spanien
Blick in den Innenhof des umfunktionierten Militärgefängnisses „El Matorral“, welches nun als Aufnahmezentrum für illegale Migranten fungiert und sich gleich neben dem Flughafen befindet. 40 Tage werden die Insassen festgehalten, bevor sie je nach Herkunft entweder zurückgeschafft oder auf das Spanische Festland gebracht werden. Noch nie erlaubten die Spanischen Behörden Journalisten das Gebäude zu betreten.
Januar 1999
Mollis, Schweiz
In der für die Unterbringung von Flüchtlingen hergerichteten unterirdischen Truppenunterkunft der Schweizer Armee werden die neu Eintretenden von Soldaten fotografiert. Wegen der vielen Kosovo-Flüchtlinge, welche die Schweiz aufsuchten, beschloss der Bundesrat am 21. Oktober 1998, dass die Armee – subsidiär zur Unterstützung der zivilen Behörden – beim Unterhalt von Flüchtlings-Notunterkünften uniformiert, aber unbewaffnet zum Einsatz kommen soll.
Januar 1999
Mollis, Schweiz
Im Eingangsbereich der für die Unterbringung von Flüchtlingen hergerichteten unterirdischen Truppenunterkunft der Schweizer Armee dient eine Palette der Schweizerischen Bundesbahnen als Belegungsliste. Wegen der vielen Kosovo-Flüchtlinge, welche die Schweiz aufsuchten, beschloss der Bundesrat am 21. Oktober 1998, dass die Armee – subsidiär zur Unterstützung der zivilen Behörden – beim Unterhalt von Flüchtlings-Notunterkünften uniformiert, aber unbewaffnet zum Einsatz kommen soll.
Juli 2003
Gran Tarajal, Fuerteventura, Spanien
Auf dem Friedhof von Gran Tarajal zeugen die Gräber „Inmigrante No 1-12“ von der Tragödie, die sich am 2. Juni 2003 zugetragen hat. Als die Guardia Civil das Flüchtlingsboot auf offenem Meer aufgreifen wollte, erhoben sich ein paar der fast 30 Schwarzafrikaner und brachten das Boot zum kentern. Dabei ertranken 12 der Bootsinsassen, die meist nicht schwimmen können, von der langen Fahrt völlig steif gefroren sind und durch ihre zahlreichen, vollgesaugten Kleidungsstücke schnell in die Tiefe gerissen werden.
Juli 2003
bei Gran Tarajal, Fuerteventura, Spanien
Halbverbrannte Flüchtlingsboote („Pateras“), welche anlässlich des alljährlichen Festes „Noche de San Juan“ angezündet wurden. Der Brauch will es, in der Nacht ein Feuer zu entfachen. In dieser Hinsicht kommen die Boote bei der Holzknappheit auf Fuerteventura den Einheimischen durchaus gelegen.
Mai 2003
Grosny, Tschetschenische Republik, Russische Föderation
Im Zentrum Grosnys in der Nähe des Marktes.
August 2004
Kreuzlingen, Schweiz
Eine Gruppe von Asylbewerbern diskutiert im Aussenbereich der Empfangsstelle. In Kreuzlingen befindet sich neben Genf, Basel und Chiasso eine der vier Asyl-Erstempfangsstellen des Bundes. Dies ist oft der erste Ort, an dem die Asylsuchenden mit der Schweiz in Kontakt treten. In der Empfangsstelle wird mittels erkennungsdienstlicher Überprüfung und Befragung untersucht, ob nicht ein offensichtlicher Missbrauch vorliegt. Anschliessend werden die Gesuchsteller auf die Kantone verteilt.
Mai 2003
Sleptsovskaya, Inguschetische Republik, Russische Föderation
Eine Flüchtlingsfamilie am Rande des Zeltlagers „Sputnik“. Rund 18 000 Tschetschenen leben als sogenannt intern Vetriebene in den vier Zeltlagern nahe des inguschetischen Dorfes Sleptsovskaya. Inguschetien ist eine kleine Republik der Russischen Föderation mit rund 300 000 Einwohnern, deren Zahl sich jedoch im Oktober 1999 fast mit einem Schlag verdoppelte. Bei Ausbruch des zweiten Tschetschenienkrieges flohen je nach Quelle 200 000 bis 300 000 Tschetschenen in die Nachbarrepublik Inguschetien. Von nun an fristeten sie ihr Leben als sogenannt intern Vertriebene in den verschiedensten Arten von Flüchtlingslagern.
Mai 2003
Sleptsovskaya, Inguschetische Republik, Russische Föderation
Kinder im Zeltlager „Sputnik“. Rund 18 000 Tschetschenen leben als sogenannt intern Vetriebene in den vier Zeltlagern nahe des inguschetischen Dorfes Sleptsovskaya. Inguschetien ist eine kleine Republik der Russischen Föderation mit rund 300 000 Einwohnern, deren Zahl sich jedoch im Oktober 1999 fast mit einem Schlag verdoppelte. Bei Ausbruch des zweiten Tschetschenienkrieges flohen je nach Quelle 200 000 bis 300 000 Tschetschenen in die Nachbarrepublik Inguschetien. Von nun an fristeten sie ihr Leben als sogenannt intern Vertriebene in den verschiedensten Arten von Flüchtlingslagern.
Mai 2003
Karabulak, Inguschetische Republik, Russische Föderation
Im Flüchtlingslager „Karer“, einer mehrheitlich stillgelegten Zementfabrik in Inguschetien, leben viele Tschetschenen. Ehemalige Transportrampen wurden zu Balkonen und Räume aller Art zu improvisierten Wohnungen umfunktioniert. Inguschetien ist eine kleine Republik der Russischen Föderation mit rund 300 000 Einwohnern, deren Zahl sich jedoch im Oktober 1999 fast mit einem Schlag verdoppelte. Bei Ausbruch des zweiten Tschetschenienkrieges flohen je nach Quelle 200 000 bis 300 000 Tschetschenen in die Nachbarrepublik Inguschetien. Von nun an fristeten sie ihr Leben als sogenannt intern Vertriebene in den verschiedensten Arten von Flüchtlingslagern.
Mai 2003
Karabulak, Inguschetische Republik, Russische Föderation
Eine Tschetschenin hängt die frisch gewaschene Wäsche an die Leine im Flüchtlingslager „Karer“, einer mehrheitlich stillgelegten Zementfabrik in Inguschetien. Inguschetien ist eine kleine Republik der Russischen Föderation mit rund 300 000 Einwohnern, deren Zahl sich jedoch im Oktober 1999 fast mit einem Schlag verdoppelte. Bei Ausbruch des zweiten Tschetschenienkrieges flohen je nach Quelle 200 000 bis 300 000 Tschetschenen in die Nachbarrepublik Inguschetien. Von nun an fristeten sie ihr Leben als sogenannt intern Vertriebene in den verschiedensten Arten von Flüchtlingslagern.
Juli 2003
Puerto del Rosario, Fuerteventura, Spanien
Zwei Schwarzafrikaner beim Fernsehen im Aufenthaltsraum des Roten Kreuzes. Das Spanische Rote Kreuz betreibt in der Inselhauptstadt zwei Häuser für Migranten. Eines ausschliesslich für Frauen das andere für Männer.
November 2004
Mukachevo, Ukraine
Zwei von 50 festgehaltenen Chinesinnen bereiten das Mittagessen im Schlafraum des Auffanglagers für illegale Migrantinnen vor, einem ehemaligen Eisenbahnerwohnheim. Die Zutaten für das Essen werden von einer lokalen NGO geliefert. Auf engem Raum warten die meisten Frauen auf ihre Ausweisung. Es ist ihnen zu bestimmten Zeiten erlaubt, im kleinen Hof spazierenzugehen, sonst darf das Haus nicht verlassen werden.
Mai 2003
Bei Karabulak, Inguschetische Republik, Russische Föderation
Eine alte Frau sitzt auf ihrem Bett in einer neu aus Lehm gebauten Unterkunft im Flüchtlingslager „MTF“ in Inguschetien. Inguschetien ist eine kleine Republik der Russischen Föderation mit rund 300 000 Einwohnern, deren Zahl sich jedoch im Oktober 1999 fast mit einem Schlag verdoppelte. Bei Ausbruch des zweiten Tschetschenienkrieges flohen je nach Quelle 200 000 bis 300 000 Tschetschenen in die Nachbarrepublik Inguschetien. Von nun an fristeten sie ihr Leben als sogenannt intern Vertriebene in den verschiedensten Arten von Flüchtlingslagern.
Mai 2003
Sleptsovskaya, Inguschetische Republik, Russische Föderation
Eine tschetschenische Familie verlässt das Zeltlager „Alina“ in Inguschetien, der Nachbarrepublik von Tschetschenien. Sie wird in ihre Heimatstadt Grosny zurückkehren. Viele intern Vertriebene haben Angst, nach Tschetschenien zurückzukehren, in eine Kriegszone, in der besonders junge Männer der Gefahr der Verschleppung ausgesetzt sind. Die Rückkehr ist vielfach erzwungen, weil die Lager von den Behörden geschlossen werden. Auch finanzielle Anreize in Form von Aufbauhilfe, die oft aber nie ausbezahlt wird, sollen die Rückkehr ins zerstörte Tschetschenien fördern.
Oktober 1999
Mailand, Italien
Drei Algerier nehmen im "Centro Amici", dem ehemaligen Durchgangszentrum für Fredmarbeiter auf ihrem Weg nach Norden, das sich unter den Geleisen des Mailänder Hauptbahnhofes befindet, ihre Mahlzeit ein. Die katholische Kirche betreibt diese Unterkunft für ungefähr 150 obdachlose ausländische Männer.
Mai 2003
Moskau, Russische Föderation
Ein Tschetschene schaut seinen spielenden Buben in einer Einzimmerwohnung in Moskau zu. Rund 15 Tschetschenen leben in dieser Wohnung zusammen mit einer alten russischen Frau, welche die offizielle Mieterin ist. Die Tschetschenen haben sich zur Pflege der Frau verpflichtet und müssen deshalb keine Miete bezahlen.