Mehr als zwei Millionen Arbeiter fördern im Kleinbergbau im Kongo unter lebensgefährlichen Bedingungen Kobalt und Kupfer für die weltweite Handyproduktion. Nur mit Schaufeln und blossen Händen buddeln die Creuseure 40 Meter tiefe Löcher, um an das wertvolle Material heranzukommen.
Im indischen Tempel Tirumala lassen sich täglich tausende von Pilgern kahlrasieren – um ihr Haar dem Gott Venkateswara zu opfern. Von hier aus nimmt das Haar seinen kommerziellen Lauf um die Welt, um für medizinische Zwecke angewendet zu werden, als Echthaarperücken auf dem Haupt von Glatzenträgern und orthodoxen Jüdinnen zu landen oder als Haarverlängerung Frauen in Europa und Amerika zu verschönern.
Es ist Sommer in der südenglischen Grafschaft Kent. Panzer pflügen durch den Morast, Kampfflugzeuge donnern übers Gelände, Soldaten kriechen durch den Schlamm. Ihr Hobby ist der Krieg. Besonders der Zweite Weltkrieg hat es ihnen angetan. Ein Lagebericht von der Spinnerfront.
Das Kupfer von Sambia gehört Chinesen, Indern und der schweizerischen Rohstoff-Firma Glencore. Nachdem die staatliche Kupferförderung gegen Ende des letzten Jahrhunderts zu Boden gewirtschaftet war, ermöglichten die neuen Kolonial-Herren und ein hoher Kupferpreis überhaupt erst eine Erhohlung der Industrie. Doch jetzt fordert die sambische Regierung und die Opposition von ihr mehr Geld.
Damit Rosen in Vasen möglichst lange blühen, sollten sie nach dem Schnitt auf der Farm in Afrika, Asien oder Südamerika schnell reisen. Am besten über Dubai, denn der Flughafen am Golf liegt nur wenige Flugstunden von den grossen Plantagen in Kenya und Indien entfernt – und nicht viel mehr von den Märkten in Europa, Moskau oder Peking. Deshalb machen Rosen neuerdings eine Zwischenlandung in der Wüste.
In der russischen Republik Tuwa leben ein Drittel der Menschen als Nomaden. Vor dem Ende der Sowjetunion waren es doppelt so viele. Die Menschen träumen lieber von einem Leben in Moskau oder Novosibirsk, als dass sie sich mit dem entbehrungsreichen Leben in der Steppe abfinden. Der alte Kamelnomade Dimitri und der junge Anwalt Alexei mit seinen über 200 Pferden repräsentieren das alte und neue Tuwa.