Fast 500 Atombomben zündeten die Sowjets zwischen 1949 und 1989 in der Region von Semipalatinsk im heutigen Kasachstan - zu Testzwecken. Geblieben ist eine Gegend, welche von kranken Menschen gezeichnet ist. Diese Serie ist ein Kapitel des Langzeitprojektes: «Vor, nach und neben dem Krieg – Spurensuche an den Rändern der Konflikte».
Martina Kamm und Meinrad Schade haben in Wort und Bild Folter- und Kriegsopfer in der Schweiz porträtiert und 2008 in einer Ausstellung präsentiert. Die Porträtierten sind Klientinnen und Klienten der Ambulatorien für Folter- und Kriegsopfer afk in Bern und Zürich.
Dieses Kapitel des Langzeitprojektes «Vor, nach und neben dem Krieg – Spurensuche an den Rändern der Konflikte» beschäftigt sich mit der «Erinnerung an den Grossen Vaterländischen Krieg», wie der Zweite Weltkrieg in der ehemaligen Sowjetunion genannt wird. Der Sieg über Hitler-Deutschland wird heute noch ausgiebig von Kriegsveteranen und auch vielen jungen Menschen gefeiert.
Kriegsflüchtling, Wirtschaftsflüchtling, Auswanderer, Migrant, Vertriebener, Asylant – die Wörtervielfalt entwirft nur ein grobes Abbild der möglichen Gründe, sein Zuhause zu verlassen. Die betroffenen Menschen haben bei aller Unterschiedlichkeit ihrer Schicksale etwas gemeinsam: Alle haben ihre Heimat verloren und hoffen auf eine bessere Zukunft.